Manche Android-Geräte wie das Nexus 5 unterstützen eine überaus nützliche Funktion, über die die Hersteller für gewöhnlich kaum sprechen: USB OTG. Damit könnt Ihr Euer Android-Gerät als USB-Host verwenden und zum Beispiel einen USB-Stick direkt ans Smartphone anschließen. Wie das geht und was Ihr mit USB OTG sonst noch machen könnt, erklären wir hier.
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Dienstag, 15. September 2015
Sony bringt USB-Sticks für Tablets und Smartphones
Oft reicht der interne Speicher nicht aus und ein Kartenslot wird immer mehr zur Rarität: Sony will hier helfen und bringt ab Januar USB-Sticks, die speziell für die Datenübertragung zwischen Mobilgeräten und klassischen Computern konzipiert wurden.
Was haben das Nexus 5, iPhone 5S und Nokia 1020 gemeinsam? Alle drei Flaggschiffe, egal ob Android, iOS oder Windows Phone, haben keinen erweiterbaren Speicher. Für Apple und Nokia nicht wirklich neu, doch einst war der erweiterbare Speicher eines der größten Argumente in den endlosen Diskussionen, die sich Android-Anhänger mit iPhone-Jüngern und Windows-Phone-Fanatikern geliefert haben.
In Zeiten von DropBox, Google Drive und Co. drängen aber immer mehr Hersteller die Käufer zu Online-Speichern als ihnen einen MicroSD-Kartenslot zu spendieren, wenn man mal die erfreulichen Ausnahmen wie Samsung und Sony außen vor lässt. Letztgenannte bieten ab Januar sogar USB-Sticks, die für speziell für die Datenübertragung zwischen Smartphones, Tablets und klassischem PC konzipiert wurden.
Die kleinen USB-Sticks von Sony sollen den Datenaustausch zwischen Smartphones und Tablets auf der einen Seite und klassischen PC’s und Notebooks auf der anderen Seite, erleichtern. Hier zu sehen: die 8 Gigabyte Variante.
Die kleinen Sticks, die an der einen Seite über einen Stecker vom Typ USB 2.0 verfügen und am anderen Ende einen Micro-USB-Anschluss 2.0 mitbringen, wird es in Speichervarianten mit 8, 16 und 32 Gigabyte geben. Voraussetzung für die Nutzung ist mindestens Android 4.0.3 Ice Cream Sandwich sowie die explizite Unterstützung von USB On-The-Go (OTG). An der Kompatibilität zu Android 4.4 wird derzeit noch gearbeitet – alle Nutzer von KitKat schauen aktuell also noch in die Röhre.
Für die Dateiverwaltung empfiehlt der japanische Konzern die eigene File-Manager-App, allerdings sollte auch jeder andere Dateimanager den Dienst verrichten. In den Farben schwarz, weiß und lila kommen die USB-Sticks auf den Markt und passen damit hervorragend zur bisherigen Xperia-Farblinie Sony’s.
Mit Preisen von 19,99 US-Dollar für den 8 GB-Stick, 29,99 Dollar für die Variante mit 16 GB Speicher und 62,99 Dollar für 32 GB Speicher, kosten die kleinen Helfer auch nicht die Welt. In Deutschland sollten sich die Preise im ähnlichen Rahmen halten, sobald sie auch hierzulande auf den Markt kommen.
Vorreiter ist Sony mit dieser Idee aber freilich nicht. Vor einigen Monaten hat schon CnMemory mit seinen Spaceloop-Sticks ein ähnliches Konzept vorgestellt und auch das Kickstarter-Projekt von Meenova verfolgt den gleichen Ansatz.
via androidmag.de
USB OTG mit Nexus 5 und Co: Was es bedeutet und wie man es benutzt
Was bedeutet OTG?
OTG steht für “On the go”, USB OTG bedeutet so viel wie “USB für unterwegs”. Mit USB OTG können zwei Geräte via USB miteinander kommunizieren, indem eines die Host-Funktionalität übernimmt, wie es zum Beispiel ein PC macht, wenn man einen USB-Stick oder ein Smartphone anschließt. Dank OTG fällt der PC als Zwischenstation weg - Fotos können direkt von der Kamera an einen Drucker gesendet werden, eine Tastatur kann direkt an ein Tablet angeschlossen werden oder ein USB-Stick ans Smartphone. Erkennbar sind USB-OTG-fähige Geräte an einem USB-Logo mit zusätzlichem grünen Pfeil.
Wie kann man OTG am Smartphone oder Tablet nutzen?
Die Einsatzmöglichkeiten von OTG sind vielfältig, im Falle von Smartphones und Tablets kann die Technologie zum Beispiel genutzt werden, um Tastaturen, PC-Mäuse, Festplatten oder USB-Sticks anzuschließen. Nicht alle Smartphones und Tablet sind aber OTG-fähig, das heißt, nicht alle können als Host fungieren. Ob Euer Gerät für einen Einsatz in Frage kommt, ist nicht immer ganz einfach herauszufinden. Wenn der Hersteller es nicht angibt, hilft nur ein Test, zum Beispiel mit einer kostenlosen App aus dem Play Store namens USB Host Diagnostics. Haltet für den Test ein OTG-Kabel und ein USB-Gerät bereit, das Ihr an das Smartphone anschließen könnt.
Ist Euer Gerät als USB-Host geeignet, braucht Ihr ein passendes OTG-Kabel. Das bekommt Ihr für ein paar Euro im Elektronikmarkt oder im Online-Handel, zum Beispiel bei amazon,de. Um Speichermedien wie USB-Sticks oder Festplatten anzuschließen, benötigt Ihr unter Umständen außerdem eine App wie USB Host Controller oder Total Commander.
Was kann ich mit USB OTG machen?
USB OTG macht es möglich, das Smartphone oder Tablet mit Maus und Tastatur zu koppeln und darüber zu steuern. Natürlich gibt es Einschränkungen, so funktionieren zum Beispiel nicht alle Spezialknöpfe von High-Tech-Mäusen, doch alle Bedienoptionen und Toucheingaben auf dem Smartphone oder Tablet können via Tastatur oder Maus gesteuert werden. Praktisch ist das vor allem bei den größeren Tablets, die so schnell zum Ersatz-Laptop umfunktioniert werden können.
Auch der Anschluss von Speichermedien wie USB-Sticks oder externen Festplatten bietet sich an. Mit einem Datei-Manager könnt Ihr direkt auf die Daten darauf zugreifen und zum Beispiel Filme oder Musik direkt abspielen, ohne diese erst auf das Android-Gerät zu überspielen. Alternativ könnt Ihr natürlich auch Daten, zum Beispiel ganze Ordner mit Musik oder Bildern, auf das Smartphone kopieren. Auch für Backups und Datensicherungen eignet sich USB OTG.
Welche Geräte unterstützen USB OTG?
Viele aktuelle Smartphones unterstützen das praktische USB für unterwegs, unter anderem:
- Sony Xperia Z, ZL, Z Ultra, Z1
- Samsung Galaxy S2, S3, S4, Note 1, Note 2, Note 3
- LG Optimus G, G2
- HTC One X, One, One mini, One max
- Google Nexus 5
via androidpit.de
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