Höhenkarten und Sprachsteuerung sind die größten neuen Features des jüngsten Updates für Google Maps. Wer also seine Radtour plant oder in den Sommerferien im Auto sicher navigieren möchte, für den könnte das Update eine große Hilfe bedeuten. Wann aber die Features in Deutschland funktionieren, steht auf einem anderen Blatt.
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Dienstag, 15. September 2015
Google Maps: Update 8.2 für Radfahrer und Reisende
Google rüstet sich für den Sommer und stattet seine Karten- und Navigations-App Maps in der jüngsten Version 8.2 mit Höhenkarten für Radfahrer und mit Sprachsteuerung für fast freihändige Steuerung aus. Der neue Mikrofon-Button links im unteren Kartenbereich muss noch per Hand bedient werden, aber dann öffnet sich das aus der Google-Suche bekannte Diktier-Overlay. Android Police hat die APK untersucht und dabei folgende Befehle für die Sprachsteuerung ausgemacht:
- "Bring mich zu dieser Adresse!"
- "Wann muss ich das nächste Mal abbiegen?"
- "Zeige den Verkehr an!"
- "Zeige alternative Routen!"
- "Schalte Sprachausgabe stumm!"
- "Wann werde ich ankommen?"
- "Wie ist der Verkehr vor mir?"
- "Zeige einen Routen-Überblick!"
In unserem Test hat sich das Symbol allerdings verborgen. Stellt man die Systemsprache jedoch auf Englisch um, erscheint der Button und die Sprachsteuerung lässt sich nutzen - natürlich aber nur in englischer Sprache. An der Lokalisierung wird offenbar noch gearbeitet.
Maps-Update für Radfahrer
Radfahrer können sich anzeigen lassen, welche Routen-Alternativen mehr und welche weniger Steigung haben. Dies erfolgt über ein Höhendiagramm der jeweiligen Route. Ein Feature, das bisher wohl in den wenigsten Navigations-Apps implementiert ist. Leider lagen in unserem Test die Höhenkarten für Berlin offenbar noch nicht vor, sodass auch hier das Ergebnis im Vergleich zu den in San Francisco durchgeführten Tests etwas ernüchternder aussieht.
Schade, dass Google aus den versprochenen Features wieder erst einmal ein Heimspiel macht. Wir halten Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden, wenn die Features auch hierzulande nutzbar werden.
via androidpit.de
So nutzt Ihr Google Maps offline
Google Maps wird für immer mehr Menschen immer wichtiger. Es gibt aber genügend Szenarien, in denen keine Internetverbindung besteht oder diese nicht praktikabel ist, zum Beispiel bei schlechter regionaler Netzabdeckung oder während Auslandsaufenthalten. Oder vielleicht wollt Ihr auch einfach Euer Datenvolumen schonen. Für all solche Fälle erlaubt Google das vorsorgliche Herunterladen von relativ großen Kartenausschnitten. So funktioniert es.
Um einen Kartenausschnitt offline verfügbar zu machen, gibt es zwei Möglichkeiten: In jedem Fall sucht Ihr zunächst den gewünschten Bereich aus. Markiert wird automatisch der Ausschnitt, der zum gegebenen Zeitpunkt auf dem Bildschirm sichtbar ist. Nun gebt Ihr in der Maps-Suchleiste “ok maps” ein und startet die Suche, was automatisch den Download auslöst (siehe Screenshots).
Die zweite Methode ist ähnlich: Ihr tippt auf das Suchfeld und scrollt im sich darauf öffnenden Fenster ganz nach unten. Dort findet Ihr die Option “Kartenbereich offline bereitstellen”. Ein Tap bewirkt dasselbe, wie die erste Methode. Ihr könnt nun den vorgeladenen Ausschnitt verwenden und nach Herzenslust hineinzoomen, auch ohne Internetverbindung.
Eine heruntergeladene Karte benötigt keine Unmengen an Speicherplatz. Im gegebenen Beispiel waren es etwa 13 Megabyte (weshalb es ratsam ist, Karten nur über eine WLAN-Verbindung zu laden). Will man häufig Offline-Karten speichern, bietet es sich an, den Cache gelegentlich zu leeren. Das tut Ihr im Bereich “Apps” in den Systemeinstellungen, direkt in der Google-Maps-App.
Die Schattenseiten
Aber Vorsicht! Es gibt Grenzen in der Funktionalität und bei der Größe des wählbaren Ausschnitts. Ganz Berlin und Umland wäre beispielsweise zu viel. Etwas weniger funktioniert aber problemlos (siehe Screenshots). Ein internationales Beispiel wäre das New Yorker Manhattan, das sich so abdecken lässt. Der Ausschnitt wird in Eurem Cache gespeichert. Ihr könnt allerdings nicht frei auf ihn zugreifen, was unpraktisch ist. Google Maps öffnet beim Start den zuletzt betrachteten Kartenausschnitt. Das heißt, wenn Ihr einen bestimmten Bereich vorgeladen habt, solltet Ihr ihn offen haben, wenn Ihr Maps das letzte Mal schließt bevor Ihr offline geht. Oder Ihr lasst Maps laufen, wenn Ihr aufbrecht. Ihr könnt nämlich nicht später ohne Internetverbindung über die Suche auf die vorgeladene Karte zugreifen. Wenn, könnt Ihr Euch lediglich mühselig durch Maps wischen, bis Ihr da seid. Auch Offline-Navigation ist leider nicht möglich.
Fazit
Die Online-Funktionalität lässt sich also nicht ersetzen, das muss klar sein. Dafür müssen schon externe Kartenpakete heruntergeladen werden. Aber wer auf Reisen ist und absehbare Wege planen möchte, hat hier eine rudimentäre Möglichkeit, die deutlich praktischer ist, als wahllos durch die Straßen zu irren oder sich auf ewiges Nachfragen bei Eingeborenen zu verlassen. Außerdem umgeht Ihr so Roaming-Gebühren, die einen schnell ins Armenhaus treiben können. Ähnliches gilt auch für die heimische Navigation. Für die Orientierung in einer unbekannten Nachbarschaft (zum Beispiel der Weg von der Bahn zum Ziel) taugt die Offline-Karte allemal.
Die in diesem Artikel beschriebene Funktionalität benötigt mindestens die Google-Maps-Version 7.0.1, welche wiederum mindestens Android 4.0.3 erfordert. Die neueste Version ist derzeit 7.4.0.
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