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Dienstag, 15. September 2015

Android-Verbreitung: Jelly Bean wächst schneller als KitKat

Und wieder hat Google aktuelle Zahlen zur Verbreitung der verschiedenen Android-Versionen veröffentlicht. So ziemlich alle Versionen sind vom Schwund befallen, davon profitiert KitKat. Von einem straffen Vormarsch kann allerdings keine Rede sein. Tatsächlich wächst der Vorgänger Jelly Bean nach wie vor schneller.
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 © Google, AndroidPIT
Die gute Nachricht für Schokofreunde: Android 4.4 KitKat wächst stetig. Aber es ist ein langsames Wachstum, was kein Wunder ist, wenn man bedenkt, wie lange die Hersteller auf ihre Updates warten lassen und dass jetzt erst die neue Smartphone-Generation an den Start geht.
Mit einer Verbreitung von gerade einmal 2,5 Prozent konnte KitKat seit den letzten Zahlen immerhin um  0,7 Prozentpunkte zulegen. Das ist ein leicht größerer Sprung als zuvor. Interessant ist, als was für ein hartnäckiges Bürschchen sich Android 2.2 Froyo herausstellt. 
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Android KitKat: Ein Vormarsch sieht anders aus. / © Google
Noch vor circa einem Monat meldeten wir mit einem sarkastischen Unterton, dass KitKat es doch tatsächlich geschafft habe, Froyo zu überholen, welches damals auf 1,3 Prozent der Geräte lief. Und wo liegt es heute? Bei 1,2 Prozent. Das Ding ist einfach nicht totzukriegen.
Was zudem interessant ist, ist Android Jelly Bean, also Versionsnummer 4.1 bis 4.3. Hier sehen wir mehr Wachstum als bei KitKat. Die erste Generation (4.1.x) ist zwar rückläufig, doch die zweite und Dritte sind seit den vorletzten Zahlen um 3,5 Prozent gewachsen, KitKat im selben Zeitraum nicht einmal um ein Drittel davon (1,1 Prozent).
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Jelly Bean-Apps sind ab Sofort auch unter Windows lauffähig

Die Architektur von Android (Stichwort Dalvik vs ART) hat den Vorteil, dass sich das Betriebssystem vergleichsweise einfach “emulieren” lässt. Das amerikanische Unternehmen BlueStacks bietet seit einiger Zeit eine Runtime für Windows an.
Leider war das System bis jetzt nur mit Gingerbread kompatibel. Aufgrund der immer geringer werdenden Verbreitung dieses Betriebssystems hat BlueStacks den Player nun “rebased” – in Zukunft dient die aktuellere Version Ice Cream Sandwich als Basis für die Emulation.
Die neue Baseline von BlueStacks hört auf den Namen Ice Cream Sandwich...
Die neue Baseline von BlueStacks hört auf den Namen Ice Cream Sandwich…
Trotz des großen Versionssprungs steht außer Frage, dass BlueStacks nach wie vor rund zwei Jahre hinter der technischen Entwicklung steht. Das ist allerdings nicht unbedingt kritisch: die wenigsten Nutzer dürften das Produkt zum Ersetzen der GUI ihres Windows-Betriebssystems verwenden.
Außerdem haben die neuen Versionen noch nicht ausreichend Verbreitung erreicht, um für den durchschnittlichen Entwickler attraktiv zu sein. Es steht z.B. außer Frage, dass Android 4.4 eine Vielzahl von höchst attraktiven neuen Features bringt – aufgrund der geringen Anzahl von unter KitKat laufenden Geräte ist es im Moment nur für Techdemos sinnvoll, die neuen Funktionen in den Kern der Applikation einzubinden.
Anfangs ging der Hersteller davon aus, dass sein Produkt auch für Endkunden attraktiv ist. Leider hat sich das nur sehr peripher bestätigt: neben einigen WhatsApp-Fanatikern fand BlueStacks insbesondere bei Hardwareherstellern Verwendung. Diese nutzen das Produkt zum Realisieren eines Android-Subsystems in Ultrabooks.
Insbesondere bei AMD erhofft man sich dadurch Vorteile im Massenmarkt. Der strauchelnde Chiphersteller hat mit dem Unternehmen schon vor einiger Zeit einen weitgehenden Kooperationsvertrag vereinbart, der dem Vernehmen nach auch die eine oder andere kleine Optimierung auf die Prozessoren des Herstellers beinhaltet.
Außerdem dürfte BlueStacks auch vereinzelt zum schnellen Portieren von Anwendungen in “vertical markets” zum Einsatz kommen. Eine unter Android lauffähige Version lässt sich nicht ohne Weiteres auf Windows oder Linux bringen – das Zukaufen einer Bluestacks-Lizenz spart jede Menge Entwicklungsaufwand.
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