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Dienstag, 15. September 2015

Nexus 5: Root-Anleitung für Windows, Mac und Linux

Die meisten begierigen Early Adopter dürften ihr nagelneues Nexus 5 inzwischen in den Händen halten und nach ihrem Geschmack eingerichtet haben. Wem die üblichen Methoden der Personalisierung nicht reichen, der kann sich Root-Zugriffverschaffen und das System nach Herzenslust manipulieren — am einfachsten geht dies mit dem kleinen Skript CF-Auto-Root von XDA-Entwickler Chainfire. Wir zeigen, wie man das Nexus 5 rooten und ein Custom Recovery darauf installiert.
Nexus-Smartphones und Tablets sind nicht nur sehr günstig, als Entwickler-Geräte sind sie auch maximal anpassbar. Die weitreichendsten Anpassungsmöglichkeiten erhält man mit dem so genannten Root-Zugriff, also der Berechtigung, auf dem Device auch in Systemverzeichnissen und -dateien schreiben zu können. So lassen sich Anwendungen wie Titanium Backup nutzen oder gleich der Kernel austauschen, um etwa die CPU zu übertakten und die Display-Einstellungen zu kalibrieren.
Auch auf dem Nexus 5 ist Root über einige Konsolenkommandos möglich, noch einfacher geht es aber mit einem Skript des bekannten XDA-Entwickler Chainfire, das alle nötigen Schritte ausführt. Wer sich zunächst einen Überblick verschaffen möchte, konsultiere dieses Video in englischer Sprache, das den Vorgang beschreibt:

Nexus 5 rooten: Video-Anleitung


(YouTube-Direktlink)
Bevor wir die Schritte im Einzelnen durchgehen, noch ein paar Sicherheitshinweise:
  • Bevor ihr anfangt, lest unsere Anleitung komplett und befolgt die Anweisungen so penibel wie möglich.
  • Wer rootet, ändert sein Gerät auf Systemebene. Die Gefahr eines Schadens mag sehr gering sein, es kann trotzdem immer etwas passieren. Weder wir noch der Hersteller übernehmen Verantwortung für eventuelle Schäden.
  • Wer Custom Firmwares und/oder ROMs flasht oder sein Gerät rootet, verwirkt möglicherweise seine Gewährleistungsansprüche bei Defekten.
  • Diese Methode entsperrt den Bootloader des Nexus 5. Sollte dies nicht schon vorher erfolgt sein, werden alle Daten vom Gerät gelöscht. Sollten sich wichtige Daten auf dem Gerät befinden, müssen diese vorher gesichert werden.

Voraussetzungen zum Rooten des Nexus 5

Da Chainfire mit seiner Lösung alle benötigten Komponenten liefert, ist außer der ZIP-Datei, die von Chainfires Homepage heruntergeladen werden kann, nur das Nexus 5 selbst, ein micro-USB-Kabel sowie ein Rechner mit Windows, Mac OS X oder Linux vonnöten. Unter Windows ist unter Umständen zusätzlich die Installation des Universal ADB-Treibers erforderlich.

Der eigentliche Root-Vorgang

Auf dem Nexus 5 müssen zunächst die Entwickleroptionen freigeschaltet werden. Hierzu klickt man in den Einstellungen unter Über das Telefonwiederholt auf den Eintrag „Build-Nummer“, bis eine Meldung erscheint, wonach man nun Entwickler sei. Nun wechselt man zurück in die Einstellungen und ruft dort die soeben aktivierten Entwickleroptionen auf. Diese schaltet man rechts oben ein und setzt ein Häkchen bei USB Debugging. Nun schaltet man das Nexus 5 aus und startet es durch halten von Power + Lautstärke hoch + Lautstärke runter in den Fastboot-Modus.
Am Rechner entpackt man nun die ZIP-Datei, die CF-Auto-Root enthält. Nutzt man Linux oder OS X, öffnet man das Terminal und wechselt zum entpackten Ordner. Mit dem Kommando chmod +x macht man die entsprechende Skript-Datei ausführbar.
Nun verbindet man das Nexus 5 im Fastboot-Modus per USB-Kabel mit dem Rechner und führt das passende Skript aus: Unter Windows durch Doppelklick auf root-windows.bat, unter Linux tippt man im Terminal ./root-linux.sh ein, unter OS X ./root-mac.sh.
nexus-5-developer-options nexus-5-supersu
Links: Mehrfaches Tappen der Build-Nummer schaltet die Entwickler-Optionen am Nexus 5 frei. Rechts: Nach dem Rooten erscheint SuperSU in der App-Liste
Auf dem Smartphone erscheint nun die Frage, ob man den Bootloader wirklich entsperren möchte. Dies bestätigt man und wartet, bis das Gerät neu startet. Im App Drawer sollte nun die Anwendung SuperSU zu sehen sein. Diese öffnet man und überprüft so, ob der Vorgang erfolgreich war. Geschafft!

Optional: Custom Recovery installieren

Das Stock Recovery bleibt bei dieser Root-Methode erhalten. Möchte man sich Custom ROMs oder flashbare ZIPs installieren, so muss noch eine Custom Recovery geflasht werden. Während die ClockworkMod Recovery bisher noch nicht offiziell an das Nexus 5 angepasst wurde, finden sich im Netz einigeinoffzielle Builds. Team Win bietet dagegen schon erste Versionen des TWRP an. Um eine dieser Recoverys – im Zweifel raten wir zu TWRP – zu installieren, geht man wie folgt vor.
Man lädt zunächst eine der IMG-Dateien aus der jeweiligen Quelle herunter, benennt sie um in recovery.img und platziert sie am Rechner in das Unterverzeichnis tools des Ordners CF-Auto-Root. Das Nexus 5 muss ausgeschaltet und mit der Tastenkombination Power + Lautstärker hoch + Lautstärke runter wieder in den Fastboot-Modus versetzt werden. Daraufhin verbindet man das Smartphone mit dem Rechner und navigiert im Terminal beziehungsweise der Windows Power Shell zum oben beschriebenen Ordnertools. Dort tippt man abhängig vom System eines der folgenden Kommandos ein:
fastboot-windows.exe flash recovery recovery.img
./fastboot-mac flash recovery recovery.img
./fastboot-linux flash recovery recovery.img
Ist der Vorgang abgeschlossen, navigiert man am Smartphone mithilfe der Lautstärketasten zum Punkt Restart Recovery und bestätigt mit einem kurzen Druck auf die Power-Taste. Nun sollte das Nexus 5 in die eben installierte Recovery starten, von der aus zukünftig ROMs und andere ZIPs geflasht werden können.

Wichtige Dateien zum Download

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Jelly Bean-Apps sind ab Sofort auch unter Windows lauffähig

Die Architektur von Android (Stichwort Dalvik vs ART) hat den Vorteil, dass sich das Betriebssystem vergleichsweise einfach “emulieren” lässt. Das amerikanische Unternehmen BlueStacks bietet seit einiger Zeit eine Runtime für Windows an.
Leider war das System bis jetzt nur mit Gingerbread kompatibel. Aufgrund der immer geringer werdenden Verbreitung dieses Betriebssystems hat BlueStacks den Player nun “rebased” – in Zukunft dient die aktuellere Version Ice Cream Sandwich als Basis für die Emulation.
Die neue Baseline von BlueStacks hört auf den Namen Ice Cream Sandwich...
Die neue Baseline von BlueStacks hört auf den Namen Ice Cream Sandwich…
Trotz des großen Versionssprungs steht außer Frage, dass BlueStacks nach wie vor rund zwei Jahre hinter der technischen Entwicklung steht. Das ist allerdings nicht unbedingt kritisch: die wenigsten Nutzer dürften das Produkt zum Ersetzen der GUI ihres Windows-Betriebssystems verwenden.
Außerdem haben die neuen Versionen noch nicht ausreichend Verbreitung erreicht, um für den durchschnittlichen Entwickler attraktiv zu sein. Es steht z.B. außer Frage, dass Android 4.4 eine Vielzahl von höchst attraktiven neuen Features bringt – aufgrund der geringen Anzahl von unter KitKat laufenden Geräte ist es im Moment nur für Techdemos sinnvoll, die neuen Funktionen in den Kern der Applikation einzubinden.
Anfangs ging der Hersteller davon aus, dass sein Produkt auch für Endkunden attraktiv ist. Leider hat sich das nur sehr peripher bestätigt: neben einigen WhatsApp-Fanatikern fand BlueStacks insbesondere bei Hardwareherstellern Verwendung. Diese nutzen das Produkt zum Realisieren eines Android-Subsystems in Ultrabooks.
Insbesondere bei AMD erhofft man sich dadurch Vorteile im Massenmarkt. Der strauchelnde Chiphersteller hat mit dem Unternehmen schon vor einiger Zeit einen weitgehenden Kooperationsvertrag vereinbart, der dem Vernehmen nach auch die eine oder andere kleine Optimierung auf die Prozessoren des Herstellers beinhaltet.
Außerdem dürfte BlueStacks auch vereinzelt zum schnellen Portieren von Anwendungen in “vertical markets” zum Einsatz kommen. Eine unter Android lauffähige Version lässt sich nicht ohne Weiteres auf Windows oder Linux bringen – das Zukaufen einer Bluestacks-Lizenz spart jede Menge Entwicklungsaufwand.
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Android für den PC: Android x86 auf Basis von 4.4.2 KitKat erschienen

Es gibt diverse Möglichkeiten, Android sowie Android-Apps auf normalen PCs zu nutzen, eine der umfassendsten ist die Betriebssystem-Variante Android x86. Mit dieser kann man ein vollständiges Android-OS auf seinem PC ausprobieren, installieren oder per Vitual Machine (VM) nutzen. Von Android x86 ist nun diefinale Version 4.4-r1 auf Basis von KitKat erschienen.
Wer schon einmal mit Linux auf dem PC experimentiert hat, wird Live-CDs kennen. Mit diesen kann man das gewünschte Betriebssystem direkt „von der Scheibe“ booten, das OS unverbindlich testen und damit herumexperimentieren. Danach kann man sich entscheiden, das System auf der Festplatte zu installieren – oder eben nicht.
Dasselbe geht auch mit Android x86, einer angepassten und quelloffenen Variante von Android für Geräte mit x86-Prozessoren, sprich: normale PCs. Die Projektverantwortlichen haben Ende der vergangenen Woche eine Live-CD der nunmehr finalen Version 4.4-r1 veröffentlicht, die auf Android 4.4.2 KitKatbasiert. Da die letzte stabile Version von Android x86 noch auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich setzte, ist der neue Release ein Riesenschritt nach vorn. Gegenüber den vorangegangenen Android 4.4-basierten Release Candidates wurden Verbesserungen bei der unterstützten Hardware implementiert.
Ob und inwieweit Android als Deskop-Betriebssystem alltagstauglich ist, bleibt eine Frage, die von den Anforderungen des Nutzers abhängig ist. Ursprünglich war der Zweck des Projekts aber, alten Netbooks mit schwacher Hardware wieder Leben einzuhauchen — und das gelingt damit sicherlich. Davon ab dürften auch so manche Tüftler und neugierige Android-Einsteiger mit diesem Projekt ihre Freude haben.
Das ISO-File ist 343 MB schwer und kann mit nahezu jeder Brennsoftware auf CD und DVD geschrieben werden. Alternativ kann sie auch über VirtualBoxvirtualisiert werden. Den Download findet man hier:
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Chrome: Hack bringt Android-Apps auf Windows, OS X und Linux

Google hatte vor wenigen Tagen die ersten Android-Appsveröffentlicht, die auch mit Chrome OS-Geräten kompatibel und via Chrome App-Store installierbar sind. Das begrenzte Angebot und die nicht vorhandene Verfügbarkeit auf anderen Plattformen hat den Entwickler Vlad „Vladikoff“ Filippov dazu veranlasst, diese Einschränkungen aufzuweichen. Zu Anfang hatte er einen Weg gefunden, auch andere Android-Anwendungen für Chrome OS kompatibel zu machen. Jetzt hat er einen weiteren großen Durchbruch geschafft und Android-Apps auf allen großen Desktop-Plattformen wie Windows, OS X und Linux zum Laufen gebracht
Im Zuge der Entwicklerkonferenz Google I/O wurde angekündigt, dass man daran arbeitet, Android-Apps auch auf Chrome OS-Geräten nativ lauffähig zu machen. Die ersten Früchte der Arbeit sind seit wenigen Tagen verfügbar – bisher aber offiziell nur vier an der Zahl. Mittlerweile sind – zumindest inoffiziell – dank diverser eifriger Entwickler einige weitere hinzugekommen, die auf Chromebooks nutzbar sind.
Hierzulande dürfte es noch wenige interessieren, dass Android-Anwendungen sich jetzt mit Chromebooks verstehen, da diese sich noch nicht sonderlich großer Beliebtheit erfreuen – ganz anders in den USA, wo die Geräte sich blendend verkaufen. Entwickler Filippov muss sich das auch gedacht haben und hat kurzerhand einen Hack entwickelt, mit dem sich angepasste Android-Appsauch auf Windows, OS und Linux nutzen lassen. Der Entwickler hat die von Google veröffentlichte für Chrome OS entwickelte Laufzeitumgebung App Runtime für Chrome, kurz ARC, zu diesem Zweck modifiziert.
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Die Laufzeitumgebung ARC, die auf dem Projekt Native Client fußt, ermöglicht es, nativen Code sicher im Web-Browser auszuführen. Das Native Client-Projekt ist im Grunde für eine plattformübergreifende Nutzung ausgelegt, ARC hingegen ist derzeit offiziell nur für Chrome OS konzipiert, sodass die Laufzeitumgebung nicht einfach so auf anderen Plattformen installieren lassen kann. Es sei darauf hingewiesen, dass reguläre APKs (noch) nicht mit ARC funktionieren, die Apps müssen vorher entsprechend angepasst werden. Aber auch daran hat Filippov gedacht und ein Tool namens “Chromeos-Apk“ entwickelt.
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Filippovs angepasste Laufzeitumgebung, ARChon genannt, ist unkompliziert installierbar. Man muss die entpackte Anwendung einfach per Drag-und-Drop in die Erweiterungs-Verwaltung schieben; genauso verfährt man anschließend auch mit den angepassten Apps. „Entpackte Anwendung“ bedeutet in diesem Falle, dass man die heruntergeladenen ZIP-Dateien entpackt und den extrahierten Ordner in Chrome schiebt. Voraussetzung für die Installation ist zudem, dass man Chrome-Version 37 und neuer installiert haben muss, unter OS X ist zudem die 64-Bit-Version vonnöten – daher muss Chrome Canarygenutzt werden.
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Die Installation der bisher offiziell unterstützten Apps, die im Chrome Web-Store gelistet sind, wird als inkompatibel ausgewiesen. Entsprechend kann man sie regulär nur auf Chromebooks installieren. Funktionierende Anwendungen findet man Sub-reddit /r/chromeapks oder im oben verlinkten Github von Vladikoff. Im ersten Test ließen sich sowohl der RSS-Reader Press und das Casual Game 2048 problemlos installieren – gestartet werden die Anwendungen übrigens über den „Start“-Knopf in der Erweiterungs-Verwaltung. Laut Ron Amadeo von Ars Technica soll der offizielle Twitter-Client hingegen noch Probleme bereiten. Es sollte nicht vergessen werden zu erwähnen, dass selbst Googles ARC noch im Beta-Status ist und daher selbstredend Fehler, Abstütze und Inkompatibilitäten auftreten. Mit der Zeit dürften diese Kinderkrankheiten aber der Vergangenheit angehören.
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Der Entwickler gibt uns mit dieser Laufzeitumgebung einen Einblick in das was, mit Sicherheit auch offiziell kommen wird: Android-Apps auf allen Plattformen. Dank ARC wird es künftig möglich sein, auf eine große Bibliothek von 1,3 Millionen Apps und Games auf Windows, OS X und Linux zugreifen können.
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