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Dienstag, 15. September 2015

Nexus 5: USB OTG/Host nutzen ohne Root — so geht’s [Video]

Einer der Gründe, warum ich beim aktuellen Nexus 5 zugeschlagen und mir damit erstmalig ein Google-Smartphones gekauft habe — obwohl die sträfliche Abwesenheit eines micro SD-Kartenslots bei diesen Geräte mich bislang stets in die Arme anderer Hersteller getrieben hatte —, ist die vorhandene Kompatibilität mit dem USB-OTG-Standard, auch USB Host genannt. Damit ist es in der Theorie möglich, Daten, die beispielsweise auf einem USB-Speicherstick liegen, mittels entsprechendem Adapter auf dem Smartphone zu öffnen, anzusehen oder dorthin zu kopieren. Das funktioniert auf dem Nexus 5 allerdings nicht so ohne Weiteres — es sind zuvor ein paar zusätzliche Handgriffe vonnöten, die wir euch im Folgenden erklären und in einem Video zeigen.
Die gute Nachricht vorweg: Ja, Filme, Bilder oder Dateien auf USB-Sticks lassen sich auf dem Nexus 5 öffnen oder ansehen — und das nicht nur ganz ohne Root und zum Beispiel im Fall von HD-Filmen praktischerweise sogar, ohne dass diese vorher auf das Gerät kopiert werden müssen, sondern direkt vom externen Speicher aus. Die etwas schlechtere Nachricht: Mit Bordmitteln geht das nicht, ihr müsst euch zuvor eine App installieren. Im Video zeige ich, wie das geht und wie es dann im Alltag funktioniert:

    YouTube-Logo
Die App Total Commander findet ihr kostenlos im Play Store, das USB-Stick-Plugin kostet dort günstige 50 Cent (gibt es aber auch als kostenlose 30-Tage-Testversion) und einen USB-OTG-Adapter gibt es für ein paar Euro bei Amazon.
Sind App und Plugin installiert, reicht es, den Adapter mit eingestecktem Speicherstick in den Micro-USB-Port zu stöpseln und schon sollte der Total Commander dies erkennen und Zugriff auf dessen Dateistruktur gewähren. In unserem Test funktionierte das mit allen uns vorliegenden USB-Sticks und — dies jedoch abhängig vom benutzten SD-Karten-Adapter — auch mit micro SD-Karten bis zu 32 GB.
Besonders schön: Anders als vormals mit dem Nexus Media Importer müssen die unter Umständen riesigen (HD-Film-)Dateien nicht erst auf das Gerät geschoben werden, sondern können direkt vom Stick mit dem Player der Wahl abgespielt werden.
Wer Dateien vom Nexus 5 auf diesem Wege auf einen externen Speicherstick schieben möchte, sollte allerdings darauf achten, dass dieser im FAT32-Format vorliegt — auf NTFS kann der Total Commander nicht schreiben.
Ebenfalls erwähnenswert: Der Anschluss von USB-Geräten, die kein Speichermedium sind, funktioniert. Im Test erkannte das Nexus 5 eine US-Maus problemlos.
Habt ihr schon dicke Dateien von extern auf euer neues Nexus 5 geschoben? Welche Lösung habt ihr gefunden? Oder ist der Total Commander samt Plugin genau das, worauf ihr gewartet habt?
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Android 5.0 Lollipop: Bildschirm-Aufzeichnung (Screencast) und -Spiegelung (Mirroring) ohne Root möglich

Mit Screencast und Mirroring kommen unter Android 5.0 Lollipop mindestens zwei spannende Features auf die Nutzer zu, die sogar völlig ohne Root nutzbar sein werden. Während Screencast nativ im System integriert worden ist und die Aufnahme von Bildschirminhalten als Video erlaubt, hat der Allcast-Entwickler Koush für die neue OS-Version eine unkomplizierte Methode gefunden, den kompletten Bildschirminhalt auf jedes Allcast-fähige Gerät zu übertragen – ebenfalls ganz ohne Root.
Unter Android 5.0 Lollipop werden so einige, vormals exklusiv für Root-Nutzer verfügbare Features der Allgemeinheit zugänglich. Dazu zählt etwa Mirroring: Allcast-Entwickler Koush hat es dank der neuen MediaProjection-API geschafft, die beliebte Funktion, die das Übertragen sämtlicher Bildschirminhalte vom Smartphone oder Tablet auf den heimischen Fernseher erlaubt, ganz unkompliziert und ohne Root zu realisieren. Notwendig ist hierzu lediglich ein Allcast-fähiges Gerät – mittels Chromecast im Prinzip jeder HDMI-fähige Monitor – und die neue Mirror-Applikation. In einem Video demonstriert Koush das Feature kurz und auch wenn eine leichte Verzögerung erkennbar ist, funktioniert die Übertragung zumindest prinzipiell einwandfrei.
Audio Mirroring dürfte in naher Zukunft ebenfalls dazukommen, da zumindest einige Hinweise darauf in der MediaProjection-API vorhanden sind, wenngleich eine eigene Schnittstelle dafür aktuell noch fehlt. Wer ein Gerät unter Android 5.0 Lollipop besitzt oder ein KitKat-Smartphone mit Root, kann die Beta-Version der Mirror-App bereits ab sofort testen.

Screencast – Bildschirminhalte ohne Root mitschneiden

Ebenfalls nativ unter Android 5.0 Lollipop integriert worden ist Screencast, auch Screen Recording genannt. Prinzipiell war es auch schon vorher möglich, alle Vorgänge auf dem Bildschirm in einem Video festzuhalten und so zum Beispiel Bildschirmmitschnitte von Apps und Spielen zu erstellen, doch entsprechende Apps erforderten bisher stets Root-Zugriff. Damit ist unter Android 5.0 Schluss – als Ergänzung zur Screenshot-Funktion gibt es fortan auch die passenden APIs, um Bildschirminhalte mitzuschneiden und als Video aufzunehmen zu können. Die Aufnahme von Sound dagegen ist aktuell noch nicht direkt integriert worden, wobei man diesen natürlich über den MIC-Ausgang aufnehmen und im Nachhinein mit der Bildschirmaufnahme verknüpfen kann.
Screen-recorder-android-5.0-lollipop screen-recorder-pop-up
Bedenken muss man allerdings, dass das Feature aus rechtlichen Gründen in manchen Applikationen wie Netflix deaktiviert ist. So genannter „Secure Content“ lässt sich also dank DRM-Restriktionen nicht ohne Weiteres mitschneiden, wobei zum Beispiel die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender nicht betroffen sind. Aufzeichnen kann man Content unter anderem mit den Apps ilos Screen Recorder und Lollipop Screen Recorder.

Insgesamt handelt es sich bei den beiden Features um begrüßenswerte Neuerungen, die insgesamt einen Wandel von Android im Bezug mit dem Umgang auf Berechtigungen hinweisen. Auf der einen Seite scheint der Root-Zugriff in der neuen OS-Version an vielen Stellen erschwert worden zu sein, doch zugleich arbeitet Google daran, mehr und mehr Funktionen auch ohne Root zu integrieren, was gerade für weniger erfahrene Nutzer von Vorteil sein dürfte.
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Greenify: Neue Version ermöglicht Verbesserung der Akkulaufzeit auf Geräten ohne Root

Wer sein Android-Device gerootet hat, wird die App Greenifyvielleicht kennen: Mit ihr lassen sich Anwendungen und Prozesse, die im Hintergrund laufen, in einen Standby-Modus versetzen, um so sowohl Performance als auch Akkulaufzeit zu verbessern. Der Entwickler bringt die App nun in Version 2.0 auch auf Geräte ohne Root-Zugriff, allerdings mit beschränktem Funktionsumfang. 
Viele einmal gestartete Anwendungen laufen unentwegt im Hintergrund, obwohl sie eigentlich keinen Grund dazu haben. Das Resultat daraus: sinkende Performance und verkürzte Akkulaufzeit – insbesondere letztere ist selbst bei aktuellen Smartphones leider immer noch eine Achillesferse. Diesem Problem soll mit der App Greenify Einhalt geboten werden. Denn mithilfe dieser Anwendung können Apps auf ihre Aktivität hin analysiert werden. Nach der Analyse werden sie nach verschiedenen Aspekten sortiert: ob sie aktuell im Hintergrund laufen, gegebenenfalls das System verlangsamen oder erst kürzlich gestartet wurden.
greenify-v2-0-ohne-root-2 greenify-v2-0-ohne-root-3
Möchte man eine oder mehrere Anwendungen, wie beispielsweise die Akkufresser Facebook und Twitter, in den Standyby-Modus versetzen, muss man diese lediglich aus der Auflistung auswählen und anschließend mittels des Häkchens rechts oben bestätigen. Dabei sollte man aufpassen, dass man Wecker, Kalender, Uhr und Apps mit auf dem Homescreen befindlichen Widgets möglichst unangetastet lässt.
Angesichts der Rechtebeschränkungen bei nicht gerooteten Geräten, muss die entsprechende App nach Bestätigung der Aktion mittels des „Beenden erzwingen“-Buttons in den Ruhezustand versetzt werden – bei gerooteten Devices entfällt dieser Schritt. Aufgrund dieses Umstands einiger fehlender Rechte ohne Root, ist die App zudem nicht dazu in der Lage, vorab gewählte Anwendungen automatisch zur Ruhe zu legen, dies muss jedes Mal manuell erledigt – um diesen Prozess etwas bequemer zu gestalten, lässt sich ein Shortcut auf dem Homescreen abgelegen, mit dem sich alle Apps auf einen Schlag zur Ruhe legen lassen. Diese Option ist bei weitem nicht so bequem wie unter gerooteten Smartphones, aber besser als nichts.
greenify-v2-0-ohne-root-6 greenify-v2-0-ohne-root-5Greenify bleibt somit auf Geräten mit Root weit bequemer zu bedienen und bietet einen größerem Umfang an weiteren Funktionen, mitsamt einiger experimenteller Features, wie beispielsweise den Zugriff auf das Xposed Framework. Letzteres Feature wird indes nur in der Donation-Version freigeschaltet, die im Play Store mit 2,29 Euro zu Buche schlägt.
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