Photoshop ist die Institution schlechthin, wenn es um das Bearbeiten von Bildmaterial geht. Während die Desktop-Variante allerdings für Amateure auf legalem Wege kaum erschwinglich ist, kommt die mobile Variante kostenlos daher. Als App etabliert, ist sie für manche noch ein Sorgenkind. Ob das Update und die damit verbundene Kompletterneuerung das ändert, erfahrt Ihr hier.
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Dienstag, 15. September 2015
Nexus 8: Angebliches Google-Tablet in Zwischengröße ist wahrscheinlich Photshop-Fail
Nach dem Nexus 7 2013 und dem in der vergangenen Woche vorgestellten Nexus 5 fehlt eigentlich nur noch eine Neuauflage des Nexus 10, um das diesjährige Portfolio aus Mountain View zu komplettieren — oder plant Google etwa noch ein 8 Zoll-Tablet als Ergänzung der Produktpalette respektive Ersatz für den 10-Zoller? Ein Promofoto eines vermeintlichen neuen Nexus 8-Gerätes, das auf android.com zu finden ist, hat am Wochenende für Aufregung gesorgt. Wir glauben allerdings, dass es sich dabei lediglich umunsaubere Photoshoperei handelt …
Surft der geneigte Android-Fan aktuell auf android.com, wählt dort die Sektion„Apps & Entertainment“ an und scrollt ein wenig nach unten, sieht er dieses schicke Foto: Eine junge Dame sitzt in einem Café und surft auf einem handlichen Tablet durch den Play Store.
Doch halt — was für ein unbekanntes Gerät hält sie da in den zarten, wohl-manikürten Händen? Ist das etwa ein neues, noch nicht angekündigtes Nexus-Tablet? Ein Nexus 8, beispielsweise, als Zwischengröße zwischen Nexus 7 und Nexus 10, aber auch gegen das iPad mini positioniert? Befürworter dieser Theorie geben seit dem Wochenende vor allem den schmalen Bezel (Rand zwischen Screen und Rahmen) des dargestellten Tablets als Unterscheidungsmerkmal zum Nexus 7 (2013) an — es muss sich also um ein völlig neues Mitglied der Nexus-Familie handeln. Hinzu käme, dass Google bekanntlich niemals fiktive oder generische Geräte in derartigem Promo-Material verwendet.
Man könnte jetzt darüber philosophieren, ob es für Google Sinn machen würde, einen 8 Zoller herauszubringen, der eventuell das Nexus 7 kannibalisiert, oder das Nexus 10 durch ein etwaiges Nexus 8 abzulösen. Soweit müssen wir aber gar nicht gehen — denn es reicht, sich das Promobild des Anstoßes einfach ein wenig genauer anzusehen. Wir sind ziemlich sicher, dass es sich bei dem abgebildeten Gerät um ein Nexus 7 handelt, in das ein Screenshot des Play Store montiert wurde; und zwar schön groß, damit dieser deutlicher herausgehoben wird. Dass es sich um eine (unsaubere) Photoshop-Arbeit handelt, steht außer Frage, man muss nur einmal den schiefen unteren Rand des Displays betrachten (Klicken zum Vergrößern):
via androidnext.de
Photoshop Express: Kostenlose Android-App erhält radikales Update
“Photoshop Express hat durchgehend mehr als vier Sterne erhalten und sich einen festen Platz in den Top 20 der Fotografie-Apps im Google Play Store erarbeitet” - das gibt Adobe auf seinem offiziellen Blog an. Wie verhält sich das zur Realität? Im deutschen Play Store kommt Photoshop Express derzeit auf 3,9 Sterne und Platz 33 der am häufigsten heruntergeladenen Apps der Fotografie-Kategorie. Selbstbild und Realität kommen also nicht ganz zusammen, und so ist das auch mit der App.
Sie kann, was jede andere mehr oder weniger namhafte App dieser Kategorie auch kann, leider aber nicht mehr, teils allerdings weniger. Sie kommt bestückt mit zahlreichen Farbfiltern (hier “Looks” genannt), der Möglichkeit, Belichtung, Kontrast, Schatten, Farben und ähnliches manuell per Schieberegler anzupassen, eine Anti-Rotaugen-Funktion und ein Auto-Enhance-Feature à la Google, das die Bilder automatisch optimiert (in erster Linie aufhellt). Standardkost.
Was unumwunden ärgerlich ist: Wo andere Apps dieser Art dem Nutzer unzählige Optionen für Bilderrahmen bieten, fehlt diese Möglichkeit bei der Android-Version von Photoshop Express völlig und ist der iOS-Version vorbehalten. Das soll jemand verstehen. Das Design ist minimalistisch, transparent und wurde stark vereinfacht. Eigenständigkeit sucht man allerdings auch hier vergebens. Mit dem Update wurde Phoshop Express mit Adobe Revel verbunden, einer Plattform zum Organisieren und Teilen von Bildern, ähnlich wie Dropbox, Google+, Picasa und Co.
Fazit
Photoshop Express ist eine ordentliche aber unscheinbare Bildbearbeitungs-App, auch nach der Rundumerneuerung. Statt neue Maßstäbe zu setzen, ist Adobe hier lediglich nachgezogen und hat die App auf den aktuellen Stand gebracht, bleibt teils doch aber hinter den Möglichkeiten und gar Standards der Konkurrenz zurück. Für einen Vergleich verschiedener Fotobearbeitungs-Apps, schaut in Jakobs Artikel "Top 7 Foto-Apps: Die besten Apps zur Bildbearbeitung" rein.
via androidpit.de
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