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Dienstag, 15. September 2015
Google Play Music: Update bringt Material Design; Abo-Dienst mit verbesserten Playlisten [APK Download]
Viele werden vermutlich das Problem kennen, beim Musikhören eher mit der Auswahl der Titel als dem eigentlichen Genuss beschäftigt zu sein. Für Nutzer, die zu faul zum Erstellen eigener Wiedergabelisten sind, wird es bei Google Play Music All Inclusive kuratierte Playlisten geben, die abhängig von Faktoren wie dem Datum, der Uhrzeit, Wetter oder dem Nutzerverhalten einen idealen Musikmix anbieten sollen. Ermöglicht wird dies durch die Technologie des Unternehmens Songza, das Google im Sommer dieses Jahres übernommen hat. Wir bieten die APK der neuen Play Music-App zum Download an.
Musikhören mit dem Streaming-Service Play Music All Inclusive soll künftig noch ein gutes Stück komfortabler werden – sogar die Entscheidung, welches Lied man als nächstes hören möchte, soll den Nutzern mithilfe von kuratierten Playlisten oder Stationen abgenommen werden. Dadurch erklärt sich auch die Übernahme des Songza-Dienstes, die im Sommer dieses Jahres stattgefunden hat und schon vor einigen Wochen für Gerüchte über einen verbesserten Streaming-Dienst sorgte.
Die neuen Stationen orientieren sich unter anderem an der aktuellen Tageszeit, um zum Beispiel in den Abendstunden Musik passend zur Feierabendstimmung wiederzugeben, ebenso wie am aktuellen Datum, wenn es um Halloween, Weihnachten oder andere saisonale Events geht. Auch das Nutzerverhalten soll in die Erstellung der Playlisten mit einfließen, wozu die bereits wiedergegebenen Titel von Google analysiert werden.
So wirklich neu ist das Feature natürlich keineswegs und wurde in dieser Form eben auch bereits von Songza angeboten, doch da es Play Music bislang fehlte und nur eine recht rudimentäre Schnellmix-Funktion vorhanden gewesen ist, dürften viele Nutzer sich über die kommenden Playlisten freuen. Zudem sollen Playlisten auch offline abgespeichert werden können – eine Funktion, die Songza wiederum fehlte.
Gemäß der Ankündigung von Google sollen die neuen Aktions-basierten Radio-Stationen in den USA sowie in Kanada für alle Abonnenten ab sofort zur Verfügung stehen – und zwar auf Android- und iOS-Geräten sowie im Desktop-Browser. Eine überarbeite „Jetzt anhören“-Seite wird in allen 45 Ländern angeboten werden, in denen Play Music verfügbar ist. Entsprechend Googles neuer Designrichtlinien wird alles im Material Design erstrahlen.
APK-Download von Google Play Music 5.7
Das Update der Play Music App soll innerhalb der nächsten Tag via Play Store freigegeben werden. Ungeduldige können sich die APK der Anwendung aber auch bei uns herunterladen und per Sideload manuell installieren. Vor der Installation muss auf dem Gerät in den Sicherheitseinstellungen die Option zum Installieren aus „unbekannten“ beziehungsweise „unsicheren Quellen“ aktiviert sein. Da die App durch Google signiert ist, erhält man weiterhin automatisch Updates direkt via Play Store.
via androidnext.de
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Sundar Pichai: Chrome- und Android-Chef spricht über Wearables, Chrome OS, Android, YouTube Music & Microsoft
Den Release des SDK für Wearable Devices bestätigte Sundar Pichaibereits auf der SXSW-Konferenz, doch im Zuge eines On-Stage-Interviews wurde Googles Android- und Chrome-Chef noch zu vielen weiteren Themen befragt. Unter anderem wurde die Lizenzierung der Google Play-Dienste thematisiert, aber auch ein möglicher YouTube Music-Dienst sowie auch die Frage danach, was Pichai getan hätte, wenn er als neuer CEO von Microsoft auserkoren worden wäre.
Keine Google-Smartwatch, stattdessen Fokus auf Plattformen und APIs
Laut Pichai sieht sich Google mit Android OS als ein Unternehmen, welches im Prinzip für viele unterschiedliche Technologie-Bereiche eine geeignete Software-Plattform bieten möchte. Wörtlich sagte Pichai aus, dass man sich „auf Plattformen und APIs fokussieren” wolle — eine Smartwatch direkt von Google dürfte damit also vorerst aus dem Rennen sein, allerdings wird gemunkelt, dass LG an einem entsprechenden Produkt arbeitet. Pichai sieht die Entwicklung der Wearable Devices im Moment noch in den Kinderschuhen, man „kratze aktuell nur an der Oberfläche“.
Android oder Chrome OS als Software für Thermostate und Rauchmelder, vorerst keine Zusammenführung
Dennoch habe Google ein reges Interesse daran, Android auf möglichst viele unterschiedliche Geräte zu bringen, was auch die Akquisition von Nest erklärt. Das Unternehmen stellt Thermostate und Rauchmelder her, die mit dem Smartphone bedient werden können und wurde vor kurzem für 3,2 Milliarden US-Dollar von Google gekauft. Weiteren Informationen zufolge soll Nest alszentrale Entwicklungsabteilung für Hardware fungieren. Den Seitenhieb des Moderators, ob man sich nun für die Regulierung der Heizung auf Google+ anmelden müsse, entschärfte Pichai umgehend – allerdings arbeite man aktuell tatsächlich an einer geeigneten Software, basierend auf Chrome OS oder Android, um eine geeignete Schnittstelle für die Produkte von Nest zu bieten. Obwohl Google zumindest die Verwendung der für Chrome entwickelten Web-Applikationen unter Android offiziell bestätigt hat, verneinte Pichai abermals eine vollständigen Zusammenführung der beiden Plattformen.
Android ist und bleibt offen – trotz Lizenzvereinbarungen
Es gab noch weitere kritische Fragen in dem Interview, denen sich Pichai stellen musste: Dazu zählte etwa Googles recht rigide Bestimmungen gegenüber den Herstellern von Android-Geräten. So gab es Gerüchte um versteckte Klauseln in den Lizenzabkommen, die besagten, dass der Zugriff auf die Google-Apps nur gewährt wird, wenn diese bei den Geräten auch als die Standard-Applikation eingestellt wird. Wenn ein Hersteller also zum Beispiel nicht auf eine Google Play-Zertifizierung verzichten möchte, darf dieser angeblich nicht Bing oder Baidu anstelle von Google als primäre Suchmaschine verwenden.
Pichai wies derartige Vorwürfe nur indirekt zurück und bezeichnete Android als eines der offensten Systeme, die er je gesehen habe. Wer auf eine Android-Version ohne Google-Dienste setzen wolle, könne dies ohne Probleme tun. Unternehmen allerdings, die nicht auf die Google-Applikationen verzichten wollen, müssen sich nun einmal an bestimmte Vereinbarungen halten, auf Details wollte Pichai trotz hartnäckiger Nachfragen der Reporter nicht weiter eingehen.
Musik-Abos auf YouTube zwar sehr interessant für Google, allerdings nicht offiziell bestätigt
Ebenso verzichtete Sundar Pichai darauf, den schon lange erwarteten YouTube Music Service offiziell zu verkünden. Tatsächlich war kürzlich sogar in einem APK-Teardown ein deutlicher Hinweis aufgetaucht, dass Nutzer sich in Zukunft ähnlich wie bei Spotify den Zugang zu legaler Musik auf YouTube erkaufen können. Zwar sagte Pichai, dass der Konsum von Musik über YouTube ein sehr interessantes Thema für Google sei. Es wurde allerdings verneint, dass Google im Zuge der Einführung eines kostenpflichtigen Abonnements auch die Rechte an der Übertragung von Sportevents kaufen wolle, da dies schlicht und ergreifend zu kostspielig sei.
Smalltalk über Project Ara/Tango und Pichai als Microsoft-CEO
Neben der mit Spannung erwarteten Entwicklung von Project Ara, dem modularen Smartphone, sowie Project Tango zur 3D-Echo-Lokalisierung mit mobilen Devices und bereits bekannten Informationen wie Googles Einstellung zur Akquisition von WhatsApp durch Facebook und die sehr guten Verkaufszahlen von Chromecast wurde von Pichai auch über Googles Verhältnis zu Microsoft gesprochen. So wurde Google von einem Reporter dafür kritisiert, sich nicht genug für die Hardware-Partner einzusetzen, die von Microsoft aufgrund der Verwendung bestimmter Netzwerkprotokolle immer wieder verklagt werden — obwohl das eigentliche Ziel der Angriffe offenbar der Suchmaschinenriese selbst ist.
Laut Pichai sei man sich des Problems bewusst und arbeite im Hintergrund daran, auf Kongress-Ebene Veränderungen im Patentrecht zu erwirken, anstatt sich auf einen Gerichtsprozess gegen Microsoft einzulassen. Das Unternehmen und insbesondere der neue CEO Satya Nadella haben laut Pichai in Zukunft eine Menge an Herausforderungen zu bewältigen. In der Vergangenheit wurde Sundar Pichai sogar selbst als neuer CEO von Microsoft in Gerüchten gehandelt. Auf die Frage hin, ob der Google-SVP für die Position in Frage gekommen wäre, reagierte Pichai lediglich lakonisch, dass die Presse offenbar die beiden indisch klingenden Namen durcheinander gebracht hätten.
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